Taekwondo

Was ist Taekwondo?

Ein Überblick über Ursprung, Inhalte und warum Taekwondo mehr ist als nur Kicks.

Kurz erklärt

Taekwondo (koreanisch 태권도, kurz TKD) ist eine koreanische Kampfkunst. Die drei Silben des Namens stehen für Fußtechnik (tae), Handtechnik (kwon) und Weg (do). Taekwondo ist sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Im Taekwondo dominieren Fußtechniken deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten.

Einen Überblick gibt es auch auf Wikipedia .

Ausbildung

Die Disziplinen im Taekwondo

Taekwondo hat mehrere Ausbildungsdisziplinen, welche die Grundlage dieser Kampfkunst bilden:

Poomse

Formenlauf, Grundschule und Pflichtübungen

Hanbon-Kyorugi

Partnerübungen / abgesprochener Kampf

Jayu-Kyorugi

Freikampf / Wettkampf (olympische Disziplin)

Kyokpa

Bruchtest

Ho-Sin-Sul

Selbstverteidigung

Taekwondo Fußtechnik
Fußtechniken sind ein Markenzeichen des Taekwondo.
Taekwondo Poomse
Poomse verbindet Technik, Präzision und Konzentration.

Fragen

Macht Kampfkunst aggressiv?

Das soziale Miteinander spielt in jeder Kampfkunst eine große Rolle. Konflikten aus dem Weg zu gehen ist eigentlich das große Ziel. Im Training geht es natürlich nicht darum dem anderen zu schaden.

Es ist allerdings eine wertvolle Erfahrung Schläge und Tritte am eigenen Körper zu erleben, bzw. umgekehrt selbst Gewalt auszuüben. Wichtig hierbei ist, dass das geschützt in unserem Übungsraum unter Anleitung von Trainern und angepasst an die Voraussetzung des Sportlers passiert. Vor allem anfangs wird auf Polster (wir nennen sie Pratzen) geschlagen oder getreten, man merkt aber schon hierbei welche Kräfte sich entfalten können und lernt dass Gewalt auch Konsequenzen hat.

Taekwondo ist nicht nur das Erlernen und Trainieren von Selbstverteidigungs- und Wettkampftechniken, sondern stellt auch eine Art Lebensschule im geistigen Sinne dar. Durch die Kombination von physischer und psychischer Stärke entsteht ein starker Leistungswille, der es ermöglicht den Herausforderungen des Lebens mit innerer Ruhe, Gelassenheit und Sicherheit entgegenzusehen.

Durch eine sogenannte „Meditation in Bewegung“ kommt es zur Ausschüttung von Glückshormonen. Kampfkünste gelten als Form der aktiven Meditation.

Die Trainer ermutigen die Schüler durch das Training in der Gruppe einen höflichen Umgang zu pflegen und voneinander zu lernen. Gewalt wird nicht toleriert. Aggressives Verhalten oder Stören des Trainings wird nicht akzeptiert. Im Extremfall können Trainierende, die sich nicht an die Regeln halten, vom Training ausgeschlossen werden. Kampfkunst lehrt andere Dinge: Konzentration, Disziplin, Selbstbewusstsein und Steigerung der Leistungsfähigkeit.

Sicherheit

Kampfkunst birgt ein hohes Verletzungsrisiko?

Risiken gibt es überall. Minimiert werden diese im Taekwondo durch gezieltes Aufwärmtraining und Dehnen, gegenseitigen Respekt bei Partnerübungen und das genaue Befolgen von Anweisungen des Trainers.

Diverse Studien reihen Taekwondo bzgl. des Verletzungsrisikos (prozentuell unter Rücksichtnahme der Anzahl an ausübenden Sportlern) am hinteren Ende, weit hinter Fußball, Handball, Volleyball, Judo, Squash und Radsport.

Wir sind ein Breitensportverein der die Gesundheit seiner Mitglieder fördern will. Ziel des Trainings ist nicht ein K.O des Trainingspartners, sondern das sportliche Miteinander.

Selbst bei Bruchtests, bei denen Bretter oder Ziegel zerschlagen oder zertreten werden, ist das Verletzungsrisiko gering, da diese Bruchtests nur von Schülern erwartet werden deren Technik entsprechend fortgeschritten ist.